Möchte ich eine Ausbildung machen? Welcher Beruf und auch wo? Sind der Betrieb und die Arbeit für mich passend? Passt der Chef und das Arbeitsklima?

Das waren meine Fragen vor Ausbildungsbeginn. Ich möchte Dir meinen Ausbildungsbetrieb vorstellen, um Dir diese Fragen zu beantworten.

Moin,

mein Name ist Mike, ich habe die einjährige Berufsfachschule Mechatronik an der BBS Meppen abgeschlossen und dann im 2. Lehrjahr bei Emsland Frischgeflügel in Haren die Mechatroniker-Ausbildung begonnen.

Den Betrieb, vor allem die Belegschaft und die vielen Einsatzgebiete konnte ich bereits im schulischen Praktikum kennen lernen. Hier geht es um viel mehr als einfach nur „Schlachten“.

Wartung und Instandhaltung sind hier im technischen Dienst die Zauberworte. Dazu gehören neben den regelmäßig getauschten Modulen der Maschinen zum Beispiel folgende Aufgaben:

  • Wasserförderung (Brunnen)
  • Wasseraufbereitung (Kläranlage (nur halb so ekelig wie gedacht))
  • Logistik
  • Klimakontrolle
  • Fehlersuche und das Tauschen von defekten Motoren und Pumpen
  • usw.

Mein erster Tag

Betriebsrundgang aller neuen Auszubildenden und Dualstudierenden

Das Schöne ist, ich wurde hier nicht einfach ins „kalte Wasser geschmissen“. Am ersten Ausbildungstag wurde ich bereits bei der Anmeldung erwartet. Es lag eine Chipkarte für mich bereit, mit der ich mich im Betrieb frei bewegen kann. Ich wurde persönlich abgeholt und dann gab es erst mal eine Kennenlernrunde mit den anderen Azubis, Dualstudierenden, der Personalleitung und den Ausbildern. Hört sich für Manche vielleicht schrecklich an, hat aber sehr viel Spaß gemacht. Hier sind alle per Du und vor allem gab es Kaffee und Kekse 😊. Darauf folgte eine Vorstellungsrunde im Betrieb (ich habe mich in meinem ganzen Leben noch nie so oft vorgestellt 😃) und ein ausführlicher Rundgang fehlte natürlich auch nicht. Ein sehr angenehmer erster Tag.

Weiter geht’s

Am zweiten Tag machten wir die notwendigen Unterweisungen, ich bekam meinen Spind und Arbeitskleidung. Es wurde jede Frage beantwortet und alles geklärt, bis jeder restlos glücklich war. Ich bekam Informationen über den Betrieb und eine Azubifibel von Azubis für Azubis, welche keine Fragen offenlässt. Zum Abschluss gab es noch kleinere Spiele, durch die man den Betrieb besser kennenlernt. Auch das hat überraschenderweise Spaß gemacht. War ja auch von Azubis für Azubis. 😉

Kennenlernspiele in der Einführungswoche. Hier sind Teamarbeit und Vertrauen gefordert.

Vor allem habe ich die Kantine für mich entdeckt. Kaffee und Wasser sind immer kostenlos (perfekt für einen Koffeinjunkie, wie mich), belegte Brötchen und auch das meist sehr gute Mittagessen sind sehr preisgünstig (wirklich, ist lecker!). Dazu bekomme ich über meine Chipkarte 12,5% Rabatt beim firmeneigenen Geflügelshop. (Ich liebe Chicken-Wings!  <3)

Meine neue Abteilung

Am dritten Tag war man dann im Technischen Dienst angekommen und lernt die anderen technischen Azubis kennen. Der typisch verrückte Haufen. Mein Ausbilder hatte mich auf einen „technischen Rundgang“ mitgenommen, womit man einen hervorragenden Überblick über den Betrieb und dessen Anlagen und Maschinen bekommt. Dann habe ich direkt meinen eigenen Werkzeugkoffer (natürlich mit Werkzeug) bekommen und ein eigenes Betriebstelefon.

Jeden Morgen gibt es eine kleine Besprechung, bei der man seinen Ausbilder mit sämtlichen Fragen auf den Keks gehen kann.

Im Laufe der Zeit durchläuft man die verschiedenen Bereiche des Technischen Dienst und macht auch technische Übungen, sowohl theoretisch als auch praktisch. Auch hier ist mein Ausbilder immer als Hilfe erreichbar. Der ist dann auch nicht entnervt und nimmt sich Zeit – bis das, was nicht in meinen Kopf will, doch da angekommen ist.  Top, so muss das!

Letztendlich kann ich dir nur empfehlen, hier eine Ausbildung zu beginnen.

Text: Mike